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Ratgeber Kosten Solaranlage

Darauf kommt es bei Planung & Kauf deiner Photovoltaikanlage an.

Die eigene Solaranlage: Lohnt sich das?



Wer heute über eine Photovoltaikanlage zur Erzeugung von Solarstrom nachdenkt, muss ganz anders planen als vor wenigen Jahren. Kaum eine Technologie für den Immobilienbereich hat sich in der Kosten-/ Nutzenkalkulation so stark gewandelt wie Photovoltaik.

Früher gaben private PV-Anlagen fast ihren gesamten Ertrag bevorzugt in das öffentliche Stromnetz ab. Durch eine hohe, staatlich gesicherte Einspeisevergütung rechnete sich das sehr gut als Geldanlage für private Betreiber.

Mittlerweile sind diese Vergütungssätze drastisch gesunken, wobei im Rahmen der Novellierung des Erneuerbare-Energie-Gesetz wieder weniger niedrige Vergütungssätze gültig sind. Gleichzeitig sanken auch die Anschaffungskosten für die Komponenten einer PV-Anlage. Trotz der mittlerweile erschwinglichen Preise fragen sich viele Hausbesitzer, ob sich eine Photovoltaikanlage unter dem Strich lohnt.

Die grundlegende Empfehlung lautet immer noch „Ja“. Allerdings spielen jetzt andere Faktoren eine Rolle als noch vor Jahren. Im Mittelpunkt steht dabei die clevere Nutzung des selbstproduzierten Solarstroms. Vor allem durch die zurzeit drastisch steigenden Energiepreise bietet eine PV-Anlage zusätzliche Unabhängigkeit.

Auf den hohen Eigenverbrauchkommt es an


Die Anschaffung einer PV-Anlage lohnt sich vor allem dann, wenn ein möglichst hoher eigener Verbrauch des Solarstroms geplantist. Aktuell gilt, dass sich eine Photovoltaik-Anlage in der Regel in weniger als 10 Jahren amortisiert haben sollte. Wobei dieser Richtwert natürlich stark von der Anlagengröße und dem individuellen Stromverbrauch abhängt.

Mit dem aktuellen Status des „Erneuerbare Energie Gesetz“ kommt den Betreibern privater PV-Anlagen zudem eine neue steuerliche Regelung zugute. Seit Juli 2022 muss die sogenannte EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch nicht mehr vom Betreiber der PV-Anlage entrichtet werden. Sie wird seitdem über den Bundeshaushalt finanziert.

Wie viel kostet also 1kWp von meiner Solaranlage?


Stand 2022 liegen die Kosten für schlüsselfertige Photovoltaikanlagen je nach Größe der Anlage zwischen 1.200 und 1.800 Euro pro kWp. Für eine durchschnittliche Photovoltaikanlage für ein Einfamilienhaus mit normalem Strombedarf kannst du mit Anschaffungskosten ab rund 8.000 Euro rechnen.

Mittlerer Strombedarf für ein Einfamilienhaus


Das gängige Leistungsspektrum von PV-Anlagen auf Einfamilienhäusern deckt ungefähr den Bereich 4 bis 10 kWp Leistungsertrag ab. Bildlich gesprochen, entspricht das einer Fläche von ca.10 bis 36 PV-Modulen auf dem Dach. Die aktuell dafür gängigen PV-Standardmodule sind bis zu 2 m² großund wiegen um die 20 kg.

Der durchschnittliche alltägliche Stromverbrauch aus PV-Anlagen in einem Einfamilienhaus entspricht aktuell 3 bis 5 kWp Leistung. Kommen extra Verbraucher wie Schwimmbecken oder Klimaanlage hinzu, natürlich entsprechend mehr.

Neben dem Aspekt der Umweltfreundlichkeit zahlt sich der eigene Solarstrom grundsätzlich auch durch wirtschaftliche Planungssicherheit aus. Er schafft Unabhängigkeit von den stetig steigenden Haushaltsstrompreisen der öffentlichen Versorger. Was wiederum Spielraum schafft für andere Investitionen in und an der Immobilie.

Was kosten die wichtigsten PV-Komponenten?


Die Gesamtkosten einer Photovoltaikanlage setzen sich aus unterschiedlichen Komponenten zusammen. Dazu zählen Solarmodule, das passende Montagesystem, der Wechselrichter, Stromleitungen sowie Kleinteile zur Installation. Bei Bedarf kann noch ein zusätzlicher Stromspeicher hinzukommen.

Die Kosten für Solarmodulesind dabei der größte Faktor. Natürlich abhängig von Typ und Größe, denn PV-Module gibt es in monokristallinen oder polykristallinen Ausführungen oder auch als Dünnschichtmodule. Diese jeweils spezifischen Eigenheiten und Vorteile dieser Modultypen bedingen ihre großen Preis- und Leistungsunterschiede.

Eine konkrete Angabe zu den Kosten für eine Ausstattung mit Solarmodulen ist deshalb schwer zu treffen. Hier empfiehlt sich immer eine gute individuelle Beratung. Um trotzdem einen unverbindlichen Anhaltspunkt zu haben, kannst du die realistischen mittleren Kosten für 1 m² Solarmodulfläche betrachten. Sie liegen zwischen 200 und 300 Euro.

Der Preis für einen Wechselrichterim mittleren Leistungsbereich liegt bei rund 2.000 Euro. Ohne dieses Bauteil kommt keine Photovoltaikanlage aus. Die Module der Photovoltaikanlage erzeugen nämlich 12V-Gleichstrom, während sämtliche Haushaltsgeräte im Stromnetz mit 230V-Wechselstrom betrieben werden.


Soll der eigene Solarstrom zum späteren Verbrauch gespeichert werden, fallen zusätzliche Kosten für einen ausreichend dimensionierten Solarspeicher an. In der Regel handelt es sich heute dabei um Lithium-Ionen-Akkus. Die Preise für solche Komponenten für Photovoltaik auf ganzen Dachflächen liegen zwischen 750 und 1.200 Euro pro kWh Leistung.


Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) wird die Finanzierung dieser PV-Bauteile nach wie vorgefördert. Hat eine PV-Anlage eine Leistung von weniger als 30 kWp, beträgt der Zuschuss 200 Euro pro kWh Speicherkapazität. Ab 30 kWp Leistung wird jede kWh Leistung sogar mit 300 Euro bezuschusst.

Wie kann ich meine Solaranlage finanzieren?


Es gibtdrei Möglichkeiten,eine neue Photovoltaik-Anlage zu finanzieren. Bei der Finanzierung per Kredit der KfW-Bank können Privatpersonen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen den Kredit 270 beantragen. Für ein Darlehen in Höhe von beispielsweise 50.000 Euro gelten aktuell (Oktober 2022) 3,27 % p. a. Sollzins bei 5 Jahren Laufzeit sowie weitere günstige Details.

Eine Finanzierung per Solarkredit ist ebenfalls möglich. Dabei geht es um speziell für die Finanzierung von Photovoltaikanlagen maßgeschneiderte Kredite. Sie eignen sich in der Regel gut für geringere Kreditsummen bei kurzen Laufzeiten. Meist werden sie als 100%-Finanzierung angeboten, du kommst also ganz ohne Eigenkapital aus.

Dann gibt es noch das sogenannte Solarleasing. Dieser Mietkauf für Photovoltaikanlagen funktioniert mit Beträgen, die meist nur moderat über den Monatstarifen öffentlicher Stromversorger liegen. Ein Einfamilienhausbesitzer zahlt also z.B. eine Leasinggebühr von 100-200 Euro im Monat für die Nutzung und die Installation der Anlage, muss allerdings jährlich noch kleine Kosten für Wartung und Versicherung einkalkulieren.

Welche Formen von Förderungen gibt es?


Für Zuschüsse und Förderungen von Photovoltaik gibt es unterschiedlichste Programme vom Staat, den Bundesländern und den Kommunen. Grundsätzlich unterscheidet man Förderungen für die Anschaffung der Anlage sowie die Förderung im laufenden Betrieb.

Fördergelder können also für den Kauf der PV-Anlage, eines Stromspeichers oder als Vergütung für den erzeugten Solarstrom nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fließen. Als Einmalzuschuss, als Tilgungszuschuss zu einem Finanzierungskredit, als reiner Finanzierungskredit oder als Vergütung pro Kilowattstunde. Ständig aktualisierte Infos dazu halten Institutionen wie KfW, BAFA oder BEG sowie kompetente Quellen im Handel für dich bereit.

Pauschale Fördersummen rund um den Kaufpreis


Neu installierte Photovoltaik-Anlagen werden bis zu einer Leistung von 30 Kilowattpeak (kWp) staatlich gefördert. Für kleine Anlagen mit maximal 1 kWp beträgt die Förderung pauschal 700 Euro. Photovoltaik-Anlagen mit bis zu 5 kWp erhalten 1.300 Euro Förderung. Bei Anlagen bis zu 10 kWp beträgt die Förderung pauschal 2.000 Euro.

Ab wann ist meine Solaranlage amortisiert?


Auch bei dieser Frage gilt: Das hängt ganz von der individuellen Anlage ab. Hast du alle konkreten Zahlen bereit, folgt die Berechnung der Amortisationszeit deiner Solaranlage in einer einfachen Formel.

Rechne zunächst alle Investitionskosten zusammen. Dazu zählen die Solarmodule, aber auch alle Installationskosten, Nachführsysteme, Analyse- und Montagekosten sowie die Gebühren für die Abnahme und den Zähler. Hast du einen Kredit für den Kauf der Anlage aufgenommen, gehören dessen Zinsen ebenfalls dazu.

Zu den Investitionskosten kommen die laufenden Kosten. Also der Stromverbrauch der Anlagenkomponenten, Wartung, Reinigung, Versicherung. Diese Kosten müssen übrigens für die gesamte Laufzeit berücksichtigt werden, während die Investitionskosten ja irgendwann erwirtschaftet sind und komplett wegfallen.

Den Ausgaben stellst du sämtliche Erträge gegenüber, die deine Anlage erzielt. Das sind hauptsächlich die von der EEG gewährleisteten Einspeisevergütungen, aber ggf. auch Fördergelder und Abschreibungen. Zusätzlich musst du die Ersparnis dazurechnen, die dein selbst verbrauchter Solarstrom gegenüber dem Strompreis eines öffentlichen Versorgers bedeutet.

Wenn du nun alle Anschaffungskosten durch die Summe aller Einnahmen teilst, kommt dabei die ungefähre Amortisationszeit deiner PV-Anlage heraus. In der Regel liegen diese Zeiten zwischen 10 und 15 Jahren, ganz nach den individuellen Voraussetzungen deiner Anlage.

Bei einer zu erwartenden Leistungsdauer deiner PV-Anlage von 25 Jahren oder mehr bedeutet das also, dass du mindestens 10 Jahre nur noch Gewinne erwirtschaftest.

Wie hoch sind meine Installationskosten?


Für individuell konzipierte PV-Anlagen lassen sich bzgl. der Installationskosten kaum verbindliche Angaben machen. Diese Arbeiten werden in der Regel von Fachbetrieben ausgeführt, die bei ihren Angeboten die jeweiligen Bedingungen vor Ort begutachten, berücksichtigen und kalkulieren.

Interessant ist allerdings auch hier der steuerliche Aspekt. Sind in der Kaufrechnung einer schlüsselfertigen Photovoltaikanlage zum Beispiel 2500 Euro Arbeitsleistungen aufgeführt, können 20 Prozent davon (= 500 Euro) einmalig von der Steuer abzogen werden. Der jährliche Höchstbetrag für Steuerabzüge dieser Art beträgt 1200 Euro pro Haushalt.

Muss ich meine PV-Anlage beim Finanzamt melden?


Nicht zwingend. Photovoltaikanlagen müssen nur dann beim Finanzamt gemeldet werden, wenn der produzierte Strom verkauft wird. In der Regel geschieht das durch Einspeisung ins öffentliche Netz.

Bei kleineren privaten PV-Anlagen wie zum Beispiel für Einfamilienhäuser gilt eine Art steuerrechtlicher Bagatellregelung. Diese Regelung kannst du aktiv wählen bzw. angeben – musst es aber nicht. Wenn du dich dazu nicht meldest, wendet das Finanzamt diese Regelung automatisch auf dich an.

Wie viel Solarstrom brauche ich zur Aufladung meines E-Autos?


Willst du dein E-Auto über eine eigene Wallbox schnell und zuverlässig laden, spielt eine ausreichende Leistungsfähigkeit deiner PV-Anlage die entscheidende Rolle. Dabei sind individuelle Faktoren wie spezifische Ladeverluste deines Autos sowie Typ und Größe deiner Wallbox (11 oder 22 kW?) ausschlaggebend. Für eine angenommene jährliche Fahrleistung von 10.000 km kommt beispielsweise eine Solaranlage ab einer Mindestleistung von etwa 1,7 Kilowattpeak infrage . Dafür reicht bereits eine Dachfläche von etwa 10 m² aus.

Der konkrete Kostenvorteil von selbst produziertem Solarstrom im Vergleich zu Strom aus dem Netzhängt zudem natürlich von deinen aktuellen Stromtarifen ab. Ein Beispiel vom Oktober 2021 mag aber das ungefähre Verhältnis verdeutlichen. Hier fielen pro 100 Kilometer mit dem Elektroauto etwa 5,58 Euro Stromkosten aus dem Netz an. Wurde das E-Auto mit Solarstrom geladen, waren es nur noch etwa 1,44 Euro je 100 Kilometer.


Was passiert mit "überschüssigem" Strom?


Wenn mehr Strom produziert wird als benötigt, kannst du eine PV-Anlage natürlich nicht einfach abstellen. Selbst wenn Hauptsicherung oder Hauptschalter ausgeschaltet sind, führen die Module ihren bis zu 1000 Volt starken Gleichstrom zum Wechselrichter der Anlage. Technisch ist das kein Problem.

Bevor überschüssiger Solarstrom jedoch einfach „verfällt“, ist es sinnvoller ihn in einem Solarspeicher zu speichern und erst später selbst zu verbrauchen. Bei diesem Weg gilt es den Batteriespeicher für deine Anlage zu finden, der diese Aufgabe auf wirtschaftlichstem Wege lösen kann.


Egal, wie du mit überschüssigem Strom verfährst: Jede mit Photovoltaik erzeugte kWh verdrängt fossilen Strom im Netz. Deine persönliche CO2-Bilanz wird dabei signifikant verbessert.

Relativ neu ist die Idee einer Stromcloud. Dabei handelt es sich statt um den typischen Verkauf von Solarenergie ins Netz oder an Nachbarn um so etwas wie „Zwischenparken“ des überschüssigen Stroms. Er wird deinem Cloud-Konto gutgeschrieben, bis du ihn wieder abrufst. In der Regel ermöglichen Cloud-Anbieter das bequeme Handling deiner Stromflüsse über das standardmäßig vorhandene Smartmeter deiner PV-Anlage.

Insbesondere das Thema Stromüberschuss ist im Detail recht komplex. Basis dafür ist jedoch immer die jeweils aktuelle Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen. Um hier kein Geld zu verschenken, en, lohnt sich immer das unverbindliche Gespräch mit dem Spezialisten. Auf diese Weise gehst du dann auch auf Nummer sicher, dass bei allen Vergütungsfragen und Steueraspekten zu deinem Solarstrom alles aktuell bedacht wird.